Best of 2016

Die besten Alben des Jahres

2016 war ein turbolentes Jahr für die Musikbranche, aber auch ein Jahr voller Erfolgsalben - von Bowies letztem Meisterwerk bis zu Anohnis kraftvoller Protestplatte. Hier findest du die besten Alben des Jahres.

  • David Bowie - Blackstar (Explicit)Enthält eindeutiger Inhalt
    • 16-bit FLAC
    Das letzte Album der Musikikone David Bowie wurde nur kurze Zeit vor seinem Tod veröffentlicht und zeigt den 69-jährigen inspiriert von Free Jazz, Kendrick Lamar, John Ford und "A Clockwork Orange". Unterstützt von Produzent Tony Visconti, dem Grammy-nominierten Saxophonist Donny McCaslin und dem vielgefeierten Schlagzeuger Mark Guiliana schafft es Bowie, ein harmonisches Universum zwischen Jazz, Industrial Rock, Drum n Bass und eisiger elektronischer Musik zu schaffen. Ein verzaubernedes letztes musikalisches Testament dieser herausragenden musikalischen Größe.
  • ANOHNI - HOPELESSNESS
    • 16-bit FLAC
    Ein “elektrisches Projekt mit scharfen Zähnen” nennt ANOHNI ihr Debütalbum “Hopelessness” und bringt es damit exakt auf den Punkt. Produziert von Oneohtrix Point Never und Hudson Mohawke, beweist Anohni einmal mehr ihr Talent für scharfsinnige Texte und singt über Krieg, Klimaveränderung und fehlende Toleranz. So ist 4 Degrees von der Klimakonferenz im Paris inspiriert und Drone Bomb Me wurde aus der Sicht eines afghanischen Mädchens geschrieben (audiovisuell unterstützt von Supermodel Naomi Campbell). Hopelessness richtet den Scheinwerfer auf die Desaster dieser Welt und schreckt nicht davor zurück, die Botschaft in tanzbaren Beats zu verpacken.
  • Metallica - Hardwired…To Self-Destruct (Explicit)Enthält eindeutiger Inhalt
    • 16-bit FLAC
    Die Thrashmetalpioniere sind bekannt durch ihre messerscharfen Riffs, in denen viel Wut mitschwingt. Dass Metallica heute eine weltbekannte Marke ist, ist sicherlich auch der dauernden Weiterentwicklung und Innovation zu verdanken; allerdings hat es auch den einst so prägnanten Sound abgeschwächt. Hardcore Fans warten schon lange sehnsüchtig auf ein Album wie „Hardwired… to Self-Destruct“, weil es genau das verkörpert, was man mit Metallica in Verbindung bringt. Es ist direkt, rau, voller Energie. Songs wie „Atlas, Rise!“ und „Hardwired“ verlangen gerade danach, Vergleiche zu Debutalbum „Kill Em All“ zu ziehen, welches dieses Jahr 33 geworden ist. Metallicas Fähigkeit ihren so ikonischen Sound wiederzubeleben, sollte ihnen eine neue Generation von Fans garantieren.
  • Radiohead - A Moon Shaped Pool
    • 16-bit FLAC
    Auf ihrem langersehnten Album "A Moon Shaped Pool" kombiniert die als beste Band Großbritanniens gefeierten Radiohead ihre Liebe für experimentelle Electronica mit einer Vielzahl von Einflüssen, die von John Martyns Solid Air-Ära zu Erased Tapes-artiger klassischer Musik reichen. Das Results dieser Kombination klingt wie eine entschleunigte Version von The King of Limbs. Dank Johnny Greenwoods Arragements und Nigel Godrichs Produktion fehlt es A Moon Shaped Pool in keinster Weise an Raffinesse; dies kommt besonders auf Songs wie "The Numbers", "Daydreaming" und "Present Tense" zum Vorschein.
  • Udo Lindenberg - Stärker als die Zeit
    • 16-bit FLAC
    Endlich! Nach acht Jahren Stille veröffentlicht Deutschrockikone Udo Lindenberg endlich sein neues Studioalbum „Stärker als die Zeit“. Wie auch auf der Vorgängerplatte Stark wie Zwei arbeitete Lindenberg hier mit Produzenten Herbig/Menzel/Seifert zusammen und hat eine Platte erschaffen, die nur so strotzt vor Authentizität und einfach Lindenberg! Thematisch geht es vor allem um Unsterblichkeit und man bekommt so ein Gefühl, dass dies eventuell das letzte Album sein könnte. Wir hoffen, dass das nicht der Fall ist, da Udo, wenn man mal ehrlich ist, Deutschlands einziger echter Rockstar ist.
  • The Weeknd - Starboy (Explicit)Enthält eindeutiger Inhalt
    • 16-bit FLAC
    Beauty Behind The Madness hat den damaligen Kult R&B-Helden Abel Tesfaye zum Mainstreamsuperstar befördert und nur 15 Monate nach Veröffentlichung des Erfolgsalbums gibt es jetzt das Nachfolgerwerk “Starboy”, welches beweist, dass internationaler Erfolg nicht immer zu innerem Frieden führt. „Starboy“ ist harter Tobak und kommt extrem düster daher, gefüllt mit Songs über Drogenkonsum und Emotionslosigkeit. Was internationaler Erfolg jedoch sehr wohl mit sich bringt, ist der Zugang zu anderen berühmten Musikern und davon gibt es auf „Starboy“ wirklich mehr als genug; von riesigen Namen wie Daft Punk, Kendrick Lamar und Future, bis hin zu Lana del Rey und ‘Can’t Feel My Face’-Produzenten Max Martin.
  • Lady GaGa - Joanne (Explicit)Enthält eindeutiger Inhalt
    • 16-bit FLAC
    Lady Gaga ist für so Einiges bekannt – Fleischkleider, Auftritt aus einem Ei, aber Countrymusik war bisher keines dieser Dinge. Bis jetzt. Auf „Joanne“, benannt nach Gaga’s an Lupus verstorbener Tante, hört man keine der gewohnten Elektropopsongs, sondern einen unpolierten Mix emotionaler Tracks mit Country-, Folk- und Souleinflüssen. Die Produktion fühlt sich ehrlich an, Gagas Vocals teilweise imperfekt und umso gefühlvoller. Auf diesem Album geht es ganz um die inneren Werte und nicht um verrückte Kostüme – „Joanne“ glänzt mit exquisitem Songwriting und repräsentiert die Seite Gagas, die in den letzten zehn Jahren manchmal verdeckt geblieben ist. Wir haben das Gefühl dass „Joanne“ das Album ist, das Gaga schon lange machen wollte – und wir sind froh, dass sie es endlich getan hat!
  • Leonard Cohen - You Want It Darker
    • 24-bit FLAC
    Kurz vor seinem Tod und in einem Jahr, in dem Musikfans Legenden wie David Bowie, Prince und Merle Haggard haben gehen sehen müssen, veröffentlichte Leonard Cohen mit 82 Jahren und ausgestattet mit einer Stimme, die rauer nicht sein könnte, sein letztes Album. Auf „You Want It Darker“ geht es vor allem um Tod, Spiritualität und die derzeitige politische Lage geht. Produziert wurde das Ganze von seinem Sohn Adam und die besonderen Arrangements wurden von Old Ideas/Popular Problems-Kollaborateur Patrick Leonard organisiert. Das Resultat ist ein zeitloses Meisterstück, welches relevanter nicht sein könnte.
  • Solange - A Seat at the Table (Explicit)Enthält eindeutiger Inhalt
    • 16-bit FLAC
    Ganze acht Jahre nach Sol-Angel and the Hadley St. Dreams, und immerhin vier nach EP True ist Beyoncés jüngere Schwester endlich zurück mit ihrem dritten Album. Auf „A Seat At The Table“ erzählt Solange von ihren Erfahrungen als schwarze Frau, die sicherlich in aller Welt Zustimmung finden werden. Mit Unterstützung von Kelela, Sampha, Q-Tip und Lil Wayne hat sie sich die richtige Verstärkung für ihre verträumten, oft Jazz-inspirierten Songs geholt, die durch gesprochene Interludes unterteilt sind. Auf den Interludes sprechen auch ihre Eltern über rassistische Erfahrungen, die sie beim Aufwachsen hatten – ihre Mutter erklärt wie wichtig es ist, schwarze Herkunft zu feiern. „A Seat At The Table“ ist kulturell wichtig und einfach packend – auf jeden Fall ihr bestes Werk bisher!
  • The 1975 - I like it when you sleep, for you are so beautiful yet so unaware of it (Explicit)Enthält eindeutiger Inhalt
    • 16-bit FLAC
    An Selbstbewusstsein mangelt es The 1975 nicht. Mit pinken Neon-Lettern bewerben sie den wohl längsten Albumtitel des Jahres und verkünden in der englischen Musikpresse, dass die Welt dieses Album schlicht “braucht”. Wirklich überrascht sind wir von all dem nicht - Erfolg verleiht bekanntlich Flügel. Nach ihrem mehr als erfolgreichen Debüt, das direkt auf Platz 1 der UK Charts schoss, tourten die vier jungen Herren aus Manchester mit Musikgrößen wie The Rolling Stones und Muse. Auf ihrem zweiten Album findet man nun in 80er-Manier polierte Pop-Songs mit einer Portion Synths, die ihnen kommerziellen Erfolg versprechen.

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